Islamische Gemeinschaft Potsdam beim Potsdamer Suq-Markt
"Hau ab, Du Christ"
Jahrhundertelang galt die islamische Welt als Zufluchtsstätte für religiös oder poltisch Verfolgte. Betroffene konnten dort auf auf Toleranz hoffen. Juden, die vor der Inquistion nach Nordafrika flohen, sind ein Beispiel dafür. Das gilt auch für zahlreiche Deutsche, die in der Türkei Zuflucht vor den Nationalsozialisten fanden.
Islamistischer Extremismus grenzt sich von diesem Islam ab und strebt nach einem Gottesstaat ohne Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie. Islamistische Extremisten sind Antisemiten und predigen Intoleranz gegen alle, die nicht in ihr Weltbild passen. Manche predigen auch Gewalt. Und wenige sind selbst gewalttätig bis hin zum Terrorismus.
Auch in Brandenburg ist eine Gruppe mit Bezügen zum islamistischen Extremismus tätig. Es handelt sich um die "Islamische Gemeinschaft Potsdam" (IGP) - siehe auch Seite 140 im aktuellen Verfassungsschutzbericht. Zu Werbezwecken hatte sich die IGP mit einem Zelt samt Hüpfburg am zweiten Mai-Wochenende am Potsdamer Suq-Markt beteiligt. Dabei kam es zu einem Zwischenfall. Der Spaß eines Achtjährigen in der Hüpfburg währte nämlich nicht lange. Von anderen Kindern wurde er mit den Worten "Hau ab, Du Christ" vertrieben.
Die Potsdamer Toleranz wird offenbar noch nicht überall gelebt. Es bleibt viel zu tun.


Seite drucken